Posts mit dem Label Münchner Nähblogger werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Münchner Nähblogger werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 27. Januar 2019

Struktur aus dem Pläne-Regal

Als ich von Selmins Plänen gelesen habe, wieder ein monatliches Thema für eine Näh-Challenge herauszubringen und dass es dabei auch noch um Stash-Abbau gehen soll, habe ich mich sehr gefreut - schließlich will ich ja meinem Stoff-Vorrat auch an den Kragen!
Beim ersten Thema "Struktur" war ich jedoch etwas planlos. Zwar habe ich Stoffe mit besonderer Struktur, allerdings waren die für mein Gefühl zu sommerlich bei diesem eisig-kalten Wetter.
Allerdings gibt es einen außergewöhnlichen Stoff , den ich quasi mental schon seit einem Jahr in meinem Stoffregal habe. Im Winter 2017 sah ich den hellgrauen Merino-Flausch zum ersten mal online und in einer Instagram-Story und wollte ihn unbedingt haben. Allerdings habe ich ihn wegen "zu teuer um nicht genau zu wissen, was es werden soll" immer wieder aus dem Warenkorb entfernt, bis er dann nicht mehr verfügbar war.
Umso mehr habe ich mich in diesem Herbst gefreut, als ich ihn wieder fand und dann gleich bestellt habe. Ich glaube, es ist mir noch nie so schwer gefallen, einen Stoff anzuschneiden!


Werden sollte es ein Mantel mit Reverskragen aus der Burda Style. Ich habe mir das Projekt für das Nähwochenende in Burghausen vorgenommen, was sich auch wirklich bewährt hat, denn ich habe die Kragenanleitung zuerst total falsch verstanden... Es ist einfach perfekt, wenn man sich austauschen kann!
Leider habe ich dann noch einen Fehler mit dem Futter gemacht, sodass es zu lange war und der Saum immer umklappte. Also leider kein fertiger Mantel nach dem Nähwochenende.
Aus irgendeinem Grund schaffe ich es nie, meine Projekte aus dem Nähwochenende anschließend schnell fertigzustellen. Diesmal habe ich es dann aber nach ein paar Wochen doch geschafft, den Saum noch einmal aufzumachen und das Futter zu kürzen.
Jetzt ist der Mantel mein aktuell liebstes Selfmade-Teil und ich trage ihn fast täglich. Der Flausch wärmt so toll und doch schwitzt man nicht darin.


Ich habe sehr lange überlegt, welche Art Verschluss ich verwenden möchte, da der Stoff zu dick für ein Knopfloch war und ich keine passende Schließe gefunden habe. Jetzt lasse ich ihn entweder offen, wenn ich nicht allzu lange raus muss, oder ich verwende einen breiten Gürtel.

Ich muss sagen, dass der Stoff eigentlich zu dick ist für den Schnitt, der Kragen liegt nicht flach, wie er sollte, sondern steht eher wie bei Sherlock Holmes nach oben. Aber ich bin total verliebt in dieses besondere Teil und gehe gut gewärmt durch den Winter!


Und jetzt bin ich gespannt, ob ich beim Februar Thema mein reales Stoffregal leeren darf und klicke mich mal durch die weiteren Beiträge zu #12ausdemStoffregal 


Sonntag, 6. Januar 2019

Karlotta Patternhack - KarLONGa

*Werbung - das ungehackte Schnittmuster wurde mir ohne Werbeauftrag zur Verfügung gestellt*


Ihr Lieben ich präsentiere euch heute Bilder aus dem schnellsten Fotoshooting meines Lebens! Raus aus Mantel und Schal, rein in den Wald und mein Mann hat einfach so oft wie möglich den Auslöser gedrückt. Und schon konnte der Gassi-Spaziergang wie gewohnt weitergehen.
Aber wenn das Tageslicht so knapp ist wie zur Zeit und man es daher unter der Woche nur aus dem Bürofenster sieht, muss das Wochenende eben auch bei Schneechaos für Fotos herhalten...



















Meine "originale" Karlotta nach dem Schnitt von WundersameDinge habe ich euch bisher nur auf Instagram gezeigt. Schon von Anfang wollte ich daraus unbedingt ein Kleid machen und als ich dann den groben Strickstoff in der Hand hielt, musste ich es einfach ausprobieren.
Das Problem war nur, dass ich nur die ursprüngliche Menge Stoff bestellt habe, sodass ich etwas Tetris spielen musste, bis es klappte.




Für alle, die es auch ausprobieren wollen und dabei an die Stoffgrenze stoßen, hier ein paar Tipps:

  • ich habe zunächst beide Seiten des Stoffes zur Mitte eingeschlagen, sodass zwei Stoffbrüche entstehen (diese braucht man ohnehin bei Karlotta)
  • dann habe ich so viel davon abgeschnitten, dass die Breite für die Ärmel- bzw. Kragenlänge reicht
  • diesen kürzeren Teil habe ich dann neu gefalten, nämlich erst einmal ein kleineres Stück sodass der Kragen im Bruch darauf passt und dann nach dem Ausschneiden die beiden Seiten noch einmal zur Mitte, sodass wieder zwei Stoffbrüche für die Ärmel bleiben
  • das Reststück habe ich so belassen und einfach Vorder- und Rückenteil aufgelegt und nach unten gerade verlängert. 
  • dann habe ich die Kartlotta genau so genäht wie sonst auch, nur ohne Schlitz (wobei man natürlich auch einen kürzeren Schlitz belassen kann
Ich habe mal versucht, euch das in einer Grafik darzustellen und würde mich über Feedback freuen, ob das so verständlich ist, oder ob euch die Bilder eher verwirren.

Hinweis: ich habe diese Änderungen in Größe S und einer Stoffbreite von 1,45 m vorgenommen. Bitte überprüfe vorher, ob auch wirklich beide Ärmel und der Kragen nebeneinander auf den Stoff passen!



Habt ein schönes und schneereiches Rest-Wochenende!

Dienstag, 1. Januar 2019

Hallo 2019 - Was bringt der Jahreswechsel?

Ein frohes neues Jahr wünsche ich euch allen und ich hoffe, ihr hattet einen schönen Silvesterabend!
Simone und ich haben uns gemeinsam mit unseren Männern einen schönen Raclette- und Spieleabend gemacht und versucht, dem Hund zu vermitteln, dass kein 3. Weltkrieg losgeht...
Es war ein wunderschöner Abend und wieder einmal war ich so dankbar und glücklich, wie sehr Nähen und Bloggen verbinden und neue Freundschaften schaffen kann!
2018 hat mir dabei so viele tolle Bekanntschaften, Nähevents und -wochenenden beschert, die ich nicht missen möchte!


Selbstverständlich habe ich wieder viele Vorsätze und Pläne für das neue Jahr, ich kann einfach nicht ohne.
Allerdings sind das alles Herausforderungen, auf die ich mich wahnsinnig freue und bei denen ich sehr gespannt bin, ob ich sie durchhalte.
Dazu gehört zum Beispiel, alles genauer festzuhalten. Früher habe ich Tagebuch geführt, dazu fehlt mir jetzt aber die Zeit und auch die Lust, mich stundenlang hinzusetzen und alles aufzuschreiben. Trotzdem finde ich es immer wieder spannend, genau zurückblicken zu können, auf das, was man geschafft hat, wann man etwas gemacht hat und wie das eigentlich nochmal genau ging.
Fürs Stricken habe ich dazu nun den maschenfeinen Strickplaner von meiner Mama zu Weihnachten bekommen und auch gleich das Garn für ein neues Projekt dazu, auf das ich mich sehr freue!
Leider muss ich vorher noch ein paar UFOs beenden, aber 2019 ist ja noch lang.


Beim Nähen habe ich mir selbst eine etwas kniffligere Challenge gesetzt: Ich möchte all meinen Stoff vernähen!
Bevor ich ein Nähzimmer hatte, hatte ich eigentlich immer nur den Stoff zu Hause, den ich auch kurz darauf vernäht habe. Im letzten Jahr haben sich aber nun doch ein paar Schätze angesammelt, die dann aufgrund zu wenig Zeit und neuer Ideen in den Hintergrund geraten sind. Ich möchte nun keinen Stoff mehr kaufen, bevor nicht alles vernäht ist. Ausnahmen sind hierbei lediglich:
  • Kombinationsstoffe
  • Geschenke für andere, deren Geschmack meine Stoffe nicht treffen
  • mein Kleid für die Hochzeit meines Cousins. Für ein festliches Kleid, das man schon im April tragen kann, hätte ich nämlich nur einen Roten oder einen weißen Stoff - beides nicht so gut bei einer Hochzeit.

Ach - und bevor ich nun bei den nächsten Projekten, die ich poste, Emails bekomme, dass der Stoff ja gar nicht aus meinem Stash ist: Ich habe noch so ein Fach wie auf dem Bild, allerdings weniger schön sortiert und daher nicht blogtauglich...

Ich wünsche euch allen ein gutes, gesundes und kreatives Jahr 2019 - ob nun mit oder ohne guten Vorsätzen - mit vielen Ideen und dem Mut, diese auch umzusetzen!


Dienstag, 13. März 2018

DO IT OH LA LA! - Münchner Nähblogger zu Besuch bei Louloute Munich


Am Wochenende war es mal wieder so weit, wir Münchner Nähblogger haben uns zu unserem jetzt monatlichen Stammtisch getroffen! Ich freue mich immer wieder total darüber, diese tollen kreativen Mädels zu treffen und auch immer wieder neue kennenzulernen.

In diesem Monat durfte ich das Treffen organisieren und habe im Vorfeld eine Umfrage gestartet, was wir denn alle gerne mal machen würden. Die meisten Klicks erzielte die Antwort "jemanden aus der Münchner Kreativszene kennenlernen".
Also habe ich bei Monika von Louloute in München angefragt, die uns gleich trotz Nähkurs am gleichen Tag bereitwillig zu sich eingeladen hat.


Ich war zuvor noch nicht in dem etwas versteckten Laden im Münchner Westenend, der gleichzeitig Showroom für die Kollektionen des Labels "Claire Massieu", Laden für Nähkits, Nähmaterial und die Nähbücher der beiden Geschäftsführerinnen Claire und Monika und Nähkursraum ist.
Online bin ich allerdings schon des öfteren insbesondere an den Dirndl-Nähkursen, die dort angeboten werden, hängen geblieben und hoffe so sehr, dass ich bei dem nächsten Kurs im Spätsommer Zeit habe, teilzunehmen.
(Für alle Kurzentschlossenen: Am Samstag war noch ein Plätzchen im Dirndlnähkurs am kommenden Wochenende frei, vielleicht gilt das ja immer noch und ihr habt Zeit?)

Neben den Nähkursen führen Monika und Claire, wie schon erwähnt, das Modelabel "Claire Massieu". Unter dem Motto "Mode à la carte" kann man im Laden die Stücke der aktuellen Kollektion bewundern und anprobieren und sich dann sein perfektes Lieblingsteil nach Farbe, Stoff und Größe selbst zusammenstellen und nähen lassen. Dabei ist den beiden Nachhaltigkeit sehr wichtig, sie verwenden Stoffe aus Restbeständen oder Biostoffe und verzichten auf Online-Handel, um nicht auf zurückgeschickten Modellen sitzen zu bleiben.




Für selfmade-Menschen wie uns Nähverrückte gibt es aktuell 3 Bücher: Taschen nähen, Röcke nähen und den Workshop Nähen. Aber pssst, da wird es bald noch großartige Neuigkeiten geben und dann erfahrt ihr das natürlich auch hier auf dem Blog!




Wir durften an diesem Nachmittag eine sehr herzliche und begeisterte Monika kennenlernen (das bedeutet nicht, dass Claire nicht nett wäre, sie war nur an dem Tag nicht im Laden), und haben noch mehr Lust auf nachhaltige handmade-Mode bekommen. Und eine kleine Geschenketüte wurde uns sogar auch noch gegeben, deren Inhalt ihr vielleicht schon bei Instagram gesehen habt und ansonsten zu sehen bekommt, wenn ich damit arbeite (hach mache ich das wieder spannend...;) )

Diese Tüten haben uns dann noch eine nette Anekdote eingebracht, denn als wir anschließend noch einen Kaffee trinken waren, hielt man uns mit unseren gleichen Tüten doch glatt für einen Junggesellinnenabschied! Oder lag das etwa an unserem Gegacker?....