Montag, 26. November 2018

Gletscherding

*Werbung wegen unbeauftragter Namensnennung und Verlinkung - die Anleitung wurde mir im Rahmen des Teststricks zur Verfügung gestellt*
War es zu warm, um an Eis zu denken und an tolle Strickjacken? Vielleicht war aber auch mein Kopf zu voll mit Arbeit, um auch an euch zu denken.

Schon vor einiger Zeit ist nämlich ein richtig tolles Teil fertig geworden und ich hatte es noch nie an! Den Grund dafür erfahrt ihr gleich, aber erst einmal der Reihe nach:

Ich saß gerade im Urlaub im Liegestuhl, als ich ein Foto von Kerstins damals aktuellen Werk auf Instagram sah, likte und kommentierte. Ein langer Cardigan aus Cheeky Merino Joy von Rosy Green Wool. Vor zwei Jahren schon hatte ich mir auf dem Wollmarkt in Vaterstetten ein paar Knäuel von diesem herrlich weichen Garn für einen Pulli gekauft, der mir dann aber beim Stricken nicht mehr gefiel und bald in der Kiste landete. Seither bin ich immer wieder auf der Suche nach einem passenden Projekt gewesen, da es für die Rosy Green Garne hauptsächlich Anleitungen für Tücher und Schals gibt und sogar ich Träumerle zu viel Realist bin, um mir einen weißen Schal zu stricken. Oder sagen wir mal - das tolle Garn war mir zu schade, um Regen, Schnee und Make-up ausgesetzt zu werden.
Nun also ein Cardigan. Kaum hatte ich Kerstin einen Kommentar geschrieben, dass ich mich auf die Anleitung freue und endlich mein Garn  verwerten kann, war ich auch schon in der Testergruppe und saß am Ende schon auf heißen Kohlen, als die Anleitung verschickt, das Garn zu Hause und ich aber noch im Urlaub war.
So viel zum Thema "Mach keine Tests mehr - Nimm dir keine neuen Projekte mehr vor - Stress dich nicht, du willst doch auch noch Nähen!"
Es macht eben einfach zu viel Spaß, in der Gruppe zu stricken und wenn man dann auch noch das Garn zu Hause hat, gibt es keine Gegenargumente mehr.

Erst habe ich lange überlegt, welche dritte Farbe ich dazunehmen soll. Ein dunkleres Lila wäre mir zu nahe an der Anleitung gewesen, vielleicht ja Taupe? Ich bin einfach nicht so der bunte Typ.
Als Kerstin dann aber angemerkt hat, man könnte auch zweifarbig stricken, konnte ich meine fertige Jacke schon vor mir sehen und habe einfach noch einen Knäuel Edelweiß dazu bestellt.




Die Daten und Fakten:

Anleitung: Gletscherding von Knit.Ding

Garn: Rosy Green Wool - Cheeky Merino Joy in den Farben Edelweiß und Tee (leider eine Sonderfarbe, die es, so weit ich weiß, nicht mehr gibt)

Nadeln: Chiaogoo Spin Bamboo in der Stärke 3,5 mm










Und nun also zur How-to-wear Frage... Mein Plan war ja, ein passendes Shirt in einem ähnlichen Lila-Grau-Ton zu nähen - das habe ich auch getan. Allerdings passt der Ausschnitt so gar nicht zu der Jacke und so kommt es auch dazu, dass das einer der ersten Posts ohne Tragefotos ist.
Ich denke, ich werde den Stoff nochmal nachkaufen und mir einen dünnen Rolli dazu nähen. Oder ein Schlauchkleid aus einem Romanit? Wir werden sehen...



Donnerstag, 18. Oktober 2018

Seweasy - wo bleibt der Herbst für meinen Parka?

Werbung durch Markennennungen und Verlinkungen
Das Schnittmuster wurde mir im Rahmen des Probenähens zur Verfügung gestellt

Also versteht mich nicht falsch, ich freue mich über Spätsommer im Oktober - aber jeder, der schon dicke Mützen gestrickt und sich mit selbstgenähten Rollkragenpullis ausgestattet hat, versteht, dass ich schon langsam einmal gerne eine Gelegenheit für die Herbstmode hätte.
Und das gilt gerade vor allem für meinen neuen Parka, der beim Probenähen für HilliHiltrud entstanden ist!


Als ich im Frühjahr auf dem Nähwochenende von Kira und Nina war, habe ich bei JuniDesign 2 Meter DryOilskin mitgenommen und hatte eine genaue Vorstellung davon, was ich daraus nähen möchte. Dafür hat dann aber der Stoff nicht gereicht und so habe ich ihn ständig von links nach rechts in meinem Nähzimmer hin und her geschoben, da ich ihn nicht knicken wollte.

Ihr glaubt ja gar nicht, wie sehr ich mich gefreut habe, als ich bei Henrike von Hilli Hiltrud gelesen habe, dass sie Probenäher für einen Parka sucht, für den 2 Meter Stoff ausreichen! Und dann auch noch so einen coolen!


Der Parka hat viele Details, wie Seitentaschen und aufgesetzte Vordertaschen, einen Tunnelzug und natürlich einen Reißverschluss.
Dadurch, dass er ungefüttert ist, ist es aber durchaus ein Projekt, das sich auch noch nicht so geübte Näherinnen zutrauen können, solange sie etwas Geduld und Fleiß mitbringen.

Der Oversize-Schnitt wird mit einem Reißverschluss geschlossen und mit einer Kordel in Form gebracht. Gefallen hat mir auch, dass viele Nähte noch einmal knappkantig abgesteppt werden, was einfach wunderschön ordentlich aussieht.

Dabei bin ich auch sehr glücklich über die Stoffwahl. Durch den festen, matten DryOilskin wirkt der Parka etwas weniger sportlich und die Details kommen sehr gut zur Geltung.
Der Nachteil ist allenfalls die Geräuschkulisse, da der feste Stoff doch etwas raschelt beim Gehen. Mal sehen, ob sich das mit der Zeit noch etwas gibt, mein Mann nennt ihn bis dahin einfach nur den "lauten Mantel".



Auch wenn man meinen sollte, dass so ein ungefütterter Parka nicht besonders warm sein kann, hätte ich beim Shooting bei zugegebenermaßen fast 25 Grad beinahe einen Hitzschlag bekommen. Auch meinem Gesichtsausdruck sieht man die Sonne ein bisschen an.
Die Langzeitstudie zur einlagigen Verwendung von DryOilskin steht also noch aus, so wie ich Henrike auf Instagram verstanden habe, wird es aber wohl auch noch eine Sweatjacke als herausnehmbares Futter geben? Wir dürfen gespannt bleiben.



Und bis dahin müsst ihr euch unbedingt mal die Ergebnisse der anderen Probenäherinnen im Lookbook anschauen! Es sind so wundervolle Modelle dabei herausgekommen und je nach Stoffverwendung wirken sie immer wieder ein bisschen anders.
Verlinkt bei SewLaLa am Donnerstag.


Donnerstag, 20. September 2018

Herbstpläne

- umbeauftragte Werbung durch Verlinkung - 

Hallo da draußen!
Heute gibt es mal wieder ein bisschen Nähcontent hier. Pünktlich zu SewLaLa am Donnerstag habe ich meine Stoffe aus dem Regal gezogen und mir Gedanken über meine Herbstgarderobe gemacht.
Also - Los geht's!



Auf meiner Makenine-Liste 2018 war unter Anderem ein Burda-Mantel, den ich aus diesem wunderschönen hellgrauen Merinoflausch von JuniDesign nähen möchte. Für das Futter wollte ich einen Eyecatcher haben und bin bei Stoff&Stil fündig geworden.



Wenn man lange nicht shoppt, aber dabei auch nicht viel zum Nähen kommt, sind Shirts irgendwann Mangelware, daher sehr ihr auf dem Bild zwei künftige No.1 Shirts von JuniDesign, einmal aus marineblauem Baumwolljersey und einmal aus lila-grauem Viskosejersey, jeweils von Stoff&Stil.
Den gestreiften super-kuschligen dünnen Strickstoff habe ich schon länger und hoffe einen Schnitt für ein Langarm-Shirt zu finden, der zu dem sehr fließenden Stoff passt.

Wer Shirts trägt braucht auch Hosen und daher werde ich mich dem großen Endgegner "Jeans nähen" stellen. Starten möchte ich dabei mit den Mia Jeans von Sew Over It und ich bin schon ein wenig nervös, denn ich hasse Jeans kaufen! Und die große Frage ist - ist Jeans nähen jetzt besser oder noch schlimmer? Noch hoffe ich auf ein Wunder und die perfekte Passform.


Diese rosa-pinke Mischung hat noch keine endgültige Zuordnung bekommen. Aus dem violetten Romanit-Jersey könnte ich mir gut ein weiteres Schlauchkleid nach dem Schnitt von TheCouture vorstellen. Ich weiß, dass das eigentlich keine wirklichen Herbstfarben sind, aber ich habe wohl gerade eine rosa-Phase, also sind das wohl Alljahres-Farben für mich.

Tja, wenn ich das so sehe würde ich sagen, ich geh dann mal Nähen! Ich hoffe, ich kann euch dann bald schon die ersten fertigen Teile zeigen.


Dienstag, 5. Juni 2018

Erdbeer-Zuckerwatte zum Anziehen


Hallo da draußen! Heute gibt es mal wieder was Neues von mir.
Ich durfte für die liebe Sandra Teststricken und habe dabei nicht nur das neue Strickdesign "Neela", sondern auch ein für mich völlig neues Garn ausprobiert, nämlich das Baumwollgarn "Suave" von Pascuali.

Samstag, 28. April 2018

Claire Massieu Collection & Patterns [Werbung]

Oooooh!!! Wisst ihr noch, dass ich euch eine Überraschung versprochen habe in meinem Post über den Besuch bei Louloute?
Hier kommt sie!

Die tollen Kleidungsstücke, die man sich nach den Designs von Claire Massieu nach eigenen Wünschen im Laden schneidern lassen kann, gibt es jetzt auch als Schnittmuster für alle Selfmade-Ladies! Naja zumindest fast...
Gestern startete die Crowdfunding - Aktion von Claire Massieu Collection & Patterns und wir alle können jetzt zusammenhelfen, damit wir diese tollen Schnitte bald selber nähen können.

Hier mal ein kleiner Einblick in meine Lieblingsschnitte:

Die Hose Courant, die man sowohl ganz lässig aus Jersey als auch etwas schicker aus festerem Hosenstoff nähen kann:




Der Mantel Marie, den man sich für alle Lebens- und Wetterlagen passend nähen und füttern kann mit vielen Taschen und Reißverschluss. Mir gefällt vor allem die Leinen-Variante mit roségoldenem Metallreißverschluss extrem gut, aber auch eine Parka-Variante könnte ich gut gebrauchen....




Und schließlich der Blouson Sorbonne. Ich wollte mir schon länger mal einen Blouson nähen und werde wohl auf diesen Schnitt warten, denn um den bin ich schon im Laden immer herumgeschlichen und wir konnten auch schon testen, wie er sitzt.


Insgesamt sind es 11 Schnittmuster, die aus der aktuellen Kollektion erscheinen sollen. Hier findet ihr einen Überblick und noch mehr Bilder zu allen Modellen.

Was könnt ihr nun also tun, wenn ihr Claire und Monika unterstützen wollt? Alles dazu findet ihr direkt auf ihrer Startnext Crowdfunding Seite. Je nach Betrag könnt ihr euch als Dankeschön, falls der Zielbetrag erreicht wird eine bestimmte Anzahl an Schnittmustern sichern, einem Modell der nächsten Kollektion euren Namen geben oder noch einiges anderes mehr.

Wie es weiter geht mit Claire Massieu Collection & Patterns erfahrt ihr auch immer bei Facebook oder auf Instagram.


Hinweis:
Ich habe diesen Beitrag als Werbung gekennzeichnet, weil er nunmal inhaltlich dafür wirbt, das Label zu unterstützen und Monika mir die Bilder und Infos zur Verfügung gestellt hat.
Ich erhalte allerdings keine Gegenleistung dafür, sondern mache dies aus reinem Eigennutz in der Hoffnung, dass ich diese tollen Schnitte bald nachnähen kann ;)

Donnerstag, 19. April 2018

Blazer Kitty Vest



Oh was habe ich auf diesen Blazer hingefiebert! Schon als die Preview des Covers auf Instagram zu sehen war, wusste ich: Diesen Schnitt aus der La Maison Victor musst du nachnähen - und das genau aus diesem Stoff!
Das mach ich ja sonst eigentlich nie, eher noch denke ich mir, dass dieser Stoff zu jenem Schnitt super wäre, aber das geht ja nicht, denn das hat ja schon jemand so kombiniert.... Ja, ich kann mir manchmal ganz gut selber im Weg stehen...
Hier nun aber wollte ich mal unbedingt das Titelmodell und da ich ja weiß, wie schnell begehrte Originalstoffe vergriffen sind, habe ich schon vor der Erscheinung der deutschen Ausgabe den Stoff bestellt. Der kam auch recht schnell, während die Zeitschrift im Laden auf sich warten ließ.
Warum ich die nicht gleich mitbestellt habe? Weil man dann zusätzlich horrende Versandkosten nur für die Zeitschrift zahlt und es mir das nicht wert war.


Als ich die Anleitung dann in Händen hielt, war ich verwundert, dass der Blazer ohne Futter genäht werden sollte, denn auf dem Bild konnte man nicht erkennen, dass der helle Umschlag einfach nur die Rückseite des Stoffes war. Erst habe ich überlegt, ein Futter selbst zu konstruieren, habe dann aber durch gutes Zureden auf meine Instagram-Story hin (ich weiß leider nicht mehr von wem) entschieden, doch die Schrägbandversäuberung aus der Anleitung zu versuchen.
Hier ein kleiner Hinweis an alle Neulinge unter den LMV-Nähern: Wenn da Paspelband steht, ist Schrägband gemeint!


Zur Innenverarbeitung mit Schrägband mache ich vielleicht mal einen eigenen Post, wenn euch das näher interessiert, da ich es eine super Sache für leichtere Kleidung finde, bei denen ein Futter auftragen würde. Es sieht nämlich trotzdem top aus!
Genäht habe ich den Blazer dann beim Nähwochenende in Possenhofen und ihn da eigentlich auch fertiggestellt. Und doch vergingen dann noch 3 Monate, bis ich dem guten Stück Schulterpolster verpasst habe. Macht aber auch nichts, denn bisher war es ohnehin viel zu kalt, um nur mit Blazer rauszugehen und unter der Jacke kann man ihn durch Länge und Schulterpolster nicht gut tragen.
Jetzt ist er aber perfekt und wird mich sicherlich an vielen Frühlingstagen und lauen Sommerabenden begleiten.


Und damit hüpft der Beitrag rüber zu RUMS

Donnerstag, 12. April 2018

Burda - Bluse


Da ist sie nun endlich - meine Bluse aus der Burda Style 01/2018. Sie hat mich sehr viele Nerven gekostet, aber jetzt bin ich wirklich happy mit ihr.

An dem Modell haben mich sofort die Faltendetails neben der Knopfleiste begeistert und ich konnte es mir sofort in dem Viskosestoff in Leinenoptik vorstellen, den ich schon eine ganze Weile in meinem Stash habe.
Der Vorteil von diesem Stoff: Er fällt wirklich toll, ist knitterarm und angenehm zu tragen.
Der Nachteil: Er ist so knitterarm, dass sich die Falten überhaupt nicht halten wollten, egal wie fest ich sie einbügeln wollte.


Der Schnitt gefällt mir nach wie vor sehr gut und passt perfekt. Ich liebe die Länge und den angenehm luftigen Fall sowie die Faltendetails neben der Knopfleiste und am Rücken. Achja und die Manschetten.
Die hätten mich aber auch fast zur Verzweiflung gebracht, vor allem die Ärmelschlitze!
Ich habe die Anleitung absolut nicht verstanden und die, die mir auf Instagram folgen, haben vielleicht meinen Hilferuf gehört.
Anna hat mir dann den Tipp gegeben, mich einfach an die Anleitung für Manschetten aus einem Nähbuch zu halten, statt genau nach Anleitung zu gehen. Auf diese Weise konnte ich mir schon etwas besser vorstellen, wie das Ganze am Ende aussehen sollte und habe dann bei Crearesa eine tolle Schritt für Schritt Anleitung gefunden, mit der es plötzlich ganz einfach und logisch war.


Was ich anders machen werde, wenn ich die Bluse nochmal nähen werde? Ich werde nur richtige Knöpfe einnähen, statt wie in der Anleitung Druckknöpfe. Die führen nämlich dazu, dass ich die Bluse immer voll zugeknöpft tragen muss und plötzlich die Arme hochzureißen kann zu ungewollten Einblicken führen...
Kennt ihr kleine Druckknöpfe, die wirklich wirklich gut halten? Ich bin für jeden Tipp dankbar!


Verlinkt bei RUMS