Donnerstag, 19. April 2018

Blazer Kitty Vest



Oh was habe ich auf diesen Blazer hingefiebert! Schon als die Preview des Covers auf Instagram zu sehen war, wusste ich: Diesen Schnitt aus der La Maison Victor musst du nachnähen - und das genau aus diesem Stoff!
Das mach ich ja sonst eigentlich nie, eher noch denke ich mir, dass dieser Stoff zu jenem Schnitt super wäre, aber das geht ja nicht, denn das hat ja schon jemand so kombiniert.... Ja, ich kann mir manchmal ganz gut selber im Weg stehen...
Hier nun aber wollte ich mal unbedingt das Titelmodell und da ich ja weiß, wie schnell begehrte Originalstoffe vergriffen sind, habe ich schon vor der Erscheinung der deutschen Ausgabe den Stoff bestellt. Der kam auch recht schnell, während die Zeitschrift im Laden auf sich warten ließ.
Warum ich die nicht gleich mitbestellt habe? Weil man dann zusätzlich horrende Versandkosten nur für die Zeitschrift zahlt und es mir das nicht wert war.


Als ich die Anleitung dann in Händen hielt, war ich verwundert, dass der Blazer ohne Futter genäht werden sollte, denn auf dem Bild konnte man nicht erkennen, dass der helle Umschlag einfach nur die Rückseite des Stoffes war. Erst habe ich überlegt, ein Futter selbst zu konstruieren, habe dann aber durch gutes Zureden auf meine Instagram-Story hin (ich weiß leider nicht mehr von wem) entschieden, doch die Schrägbandversäuberung aus der Anleitung zu versuchen.
Hier ein kleiner Hinweis an alle Neulinge unter den LMV-Nähern: Wenn da Paspelband steht, ist Schrägband gemeint!


Zur Innenverarbeitung mit Schrägband mache ich vielleicht mal einen eigenen Post, wenn euch das näher interessiert, da ich es eine super Sache für leichtere Kleidung finde, bei denen ein Futter auftragen würde. Es sieht nämlich trotzdem top aus!
Genäht habe ich den Blazer dann beim Nähwochenende in Possenhofen und ihn da eigentlich auch fertiggestellt. Und doch vergingen dann noch 3 Monate, bis ich dem guten Stück Schulterpolster verpasst habe. Macht aber auch nichts, denn bisher war es ohnehin viel zu kalt, um nur mit Blazer rauszugehen und unter der Jacke kann man ihn durch Länge und Schulterpolster nicht gut tragen.
Jetzt ist er aber perfekt und wird mich sicherlich an vielen Frühlingstagen und lauen Sommerabenden begleiten.


Und damit hüpft der Beitrag rüber zu RUMS

Donnerstag, 12. April 2018

Burda - Bluse


Da ist sie nun endlich - meine Bluse aus der Burda Style 01/2018. Sie hat mich sehr viele Nerven gekostet, aber jetzt bin ich wirklich happy mit ihr.

An dem Modell haben mich sofort die Faltendetails neben der Knopfleiste begeistert und ich konnte es mir sofort in dem Viskosestoff in Leinenoptik vorstellen, den ich schon eine ganze Weile in meinem Stash habe.
Der Vorteil von diesem Stoff: Er fällt wirklich toll, ist knitterarm und angenehm zu tragen.
Der Nachteil: Er ist so knitterarm, dass sich die Falten überhaupt nicht halten wollten, egal wie fest ich sie einbügeln wollte.


Der Schnitt gefällt mir nach wie vor sehr gut und passt perfekt. Ich liebe die Länge und den angenehm luftigen Fall sowie die Faltendetails neben der Knopfleiste und am Rücken. Achja und die Manschetten.
Die hätten mich aber auch fast zur Verzweiflung gebracht, vor allem die Ärmelschlitze!
Ich habe die Anleitung absolut nicht verstanden und die, die mir auf Instagram folgen, haben vielleicht meinen Hilferuf gehört.
Anna hat mir dann den Tipp gegeben, mich einfach an die Anleitung für Manschetten aus einem Nähbuch zu halten, statt genau nach Anleitung zu gehen. Auf diese Weise konnte ich mir schon etwas besser vorstellen, wie das Ganze am Ende aussehen sollte und habe dann bei Crearesa eine tolle Schritt für Schritt Anleitung gefunden, mit der es plötzlich ganz einfach und logisch war.


Was ich anders machen werde, wenn ich die Bluse nochmal nähen werde? Ich werde nur richtige Knöpfe einnähen, statt wie in der Anleitung Druckknöpfe. Die führen nämlich dazu, dass ich die Bluse immer voll zugeknöpft tragen muss und plötzlich die Arme hochzureißen kann zu ungewollten Einblicken führen...
Kennt ihr kleine Druckknöpfe, die wirklich wirklich gut halten? Ich bin für jeden Tipp dankbar!


Verlinkt bei RUMS

Samstag, 7. April 2018

Auf den Nadeln im April

Ich habe es ja im März schon angekündigt: der April wird blau!
Meinen knallroten No Frills Sweater habe ich tatsächlich noch im März fertig bekommen und auch schon gewaschen und gespannt. Allerdings hoffe ich nicht, dass es in nächster Zeit noch allzu viele Gelegenheiten geben wird, zu denen ich diesen warmen Pulli tragen kann, denn ich will jetzt Frühling und Sommer!

Auch mein April-Projekt ist ziemlich warm, aber immerhin eine Jacke, die man gut auch mal an kühlen Sommerabenden drüber ziehen kann. Schon lange liebäugle ich mit den Garnen von The Fibre Company und war ganz begeistert, als die Stricksets zu zwei Cardigans von PetiteKnit aus Cumbria Fingerring in den Maschenfeinshop eingezogen sind.
Den Anstoß dazu, mir das nicht ganz günstige Kit für den Anna's Cardigan aus einem mir unbekannten Garn dann tatsächlich zu kaufen, hat jedoch ein Gutschein gegeben, den ich zum Geburtstag bekommen habe. Da leistet man sich solche Wünsche dann doch eher mal!


Ich habe mich für die Farbe Derwentwater entschieden, ein richtig tolles dunkles Meerblau! Eine sehr angenehme Abwechslung zum knalligen Kirschrot.
Den ersten von vier Strängen habe ich bereits verstrickt und habe die Raglan-Schulterpartie damit hinter mir. Als nächstes werde ich vermutlich einen Ärmel anstricken, um am Ende das Ärmel-Tief zu vermeiden.

Aber da ich bei den Frühlingstemperaturen und ersten Sonnenstrahlen gleich Lust auf etwas Luftigeres hatte, habe ich zusätzlich noch den Pullover mit Lacemuster von Sandnes angenadelt.
Dieses Set habe ich schon eine ganze Weile zu Hause, aber leider kann ich nicht sinnvoll stricken, sondern muss mich immer so lange mit Winterprojekten beschäftigen, bis ich eigentlich was für den Sommer bräuchte und umgekehrt...


Die Farbe Mørk Gammelrosa ist viel schöner als sie klingt und richtig blumig frühlingshaft. Allerdings geht es mit Nadelstärke 3 recht langsam voran, sodass das mit dem Frühling eng werden könnte.

In diesem Sinne - Schluss mit dem Texten und ran an die Nadeln!

Dienstag, 3. April 2018

Pussy Bow Blouse, die erste - und sicher nicht die letzte!


Vor Kurzem konntet ihr die Pussy Bow Blouse von Steffi auf ihrem Blog bewundern, die sie während unseres Nähwochenendes in Possenhofen genäht hat.
Von ihr und den anderen Sew Over It - Fans unter uns Nähbloggern wurde ich dort schon ganz schön angesteckt. Und als ich dann in meiner personalisierten Goodie-Bag von Stoff&Stil diese tolle geblümte Viskose gesehen habe, wusste ich, daraus muss eine Pussy Bow Blouse werden!


Ich habe mich für Version 2 mit V-Ausschnitt entschieden, alternativ kann man wie Steffi auch die Schlüsselloch-Variante nähen.
Letzteres ist denke ich ein bisschen einfacher, da das Einsetzen des Schluppenbands in die Spitze des V eigentlich die einzig fitzelige und schwierige Stelle für mich war.
Ansonsten ist es eine tolle Einsteiger-Bluse, da sie ohne Abnäher trotzdem schön tailliert sitzt und man keine Knopfleiste, Kragen oder Knopflöcher nähen muss.

Die einzigen Knöpfe an den Manschetten werden durch Schlaufen gehalten. Noch so eine Fitzelarbeit, die dazu geführt hat, dass ich mir nun endlich eine Schlaufen-Wendenadel gekauft habe, sodass es beim nächsten mal leichter von der Hand geht.
Für die Knöpfe habe ich nun zum ersten Mal auf meine neuen Schätze zurückgegriffen, die ich mir von aussortierten Kleidungsstücken meiner Großeltern abschneiden durfte. Es fühlt sich ein bisschen an, als würden diese Knöpfe eine Geschichte erzählen, die nun am neuen Kleidungsstück weitergehen kann!


Ein paar Probleme hatte ich mit dem empfindlichen Stoff. Er ließ sich zwar wunderbar vernähen, aber obwohl ich extra eine neue besonders feine Nähmaschinennadel verwendet habe, ist das Vernähen nicht spurenlos an ihm vorübergegangen.
Glücklicherweise aber nur an verdeckten Stellen, solange die Fehlstellen sich also nicht vergrößern, fällt das am fertigen Stück nicht auf.

Diese Bluse ist für mich die perfekte Mischung aus chic und casual und einfach etwas zum Wohlfühlen. Da wird es für mich sicher noch die ein oder andere Version geben. Dabei werde ich nur die Schultern etwas verschmälern, sodass es genau zu meinen Maßen passt.


Mit diesem Beitrag nehme ich beim Creadienstag teil. Der Stoff wurde mir von Stoff&Stil München im Rahmen einer GoodieBag zur Verfügung gestellt, der Beitrag stellt jedoch ausschließlich meine eigene Meinung dar.

Dienstag, 13. März 2018

DO IT OH LA LA! - Münchner Nähblogger zu Besuch bei Louloute Munich


Am Wochenende war es mal wieder so weit, wir Münchner Nähblogger haben uns zu unserem jetzt monatlichen Stammtisch getroffen! Ich freue mich immer wieder total darüber, diese tollen kreativen Mädels zu treffen und auch immer wieder neue kennenzulernen.

In diesem Monat durfte ich das Treffen organisieren und habe im Vorfeld eine Umfrage gestartet, was wir denn alle gerne mal machen würden. Die meisten Klicks erzielte die Antwort "jemanden aus der Münchner Kreativszene kennenlernen".
Also habe ich bei Monika von Louloute in München angefragt, die uns gleich trotz Nähkurs am gleichen Tag bereitwillig zu sich eingeladen hat.


Ich war zuvor noch nicht in dem etwas versteckten Laden im Münchner Westenend, der gleichzeitig Showroom für die Kollektionen des Labels "Claire Massieu", Laden für Nähkits, Nähmaterial und die Nähbücher der beiden Geschäftsführerinnen Claire und Monika und Nähkursraum ist.
Online bin ich allerdings schon des öfteren insbesondere an den Dirndl-Nähkursen, die dort angeboten werden, hängen geblieben und hoffe so sehr, dass ich bei dem nächsten Kurs im Spätsommer Zeit habe, teilzunehmen.
(Für alle Kurzentschlossenen: Am Samstag war noch ein Plätzchen im Dirndlnähkurs am kommenden Wochenende frei, vielleicht gilt das ja immer noch und ihr habt Zeit?)

Neben den Nähkursen führen Monika und Claire, wie schon erwähnt, das Modelabel "Claire Massieu". Unter dem Motto "Mode à la carte" kann man im Laden die Stücke der aktuellen Kollektion bewundern und anprobieren und sich dann sein perfektes Lieblingsteil nach Farbe, Stoff und Größe selbst zusammenstellen und nähen lassen. Dabei ist den beiden Nachhaltigkeit sehr wichtig, sie verwenden Stoffe aus Restbeständen oder Biostoffe und verzichten auf Online-Handel, um nicht auf zurückgeschickten Modellen sitzen zu bleiben.




Für selfmade-Menschen wie uns Nähverrückte gibt es aktuell 3 Bücher: Taschen nähen, Röcke nähen und den Workshop Nähen. Aber pssst, da wird es bald noch großartige Neuigkeiten geben und dann erfahrt ihr das natürlich auch hier auf dem Blog!




Wir durften an diesem Nachmittag eine sehr herzliche und begeisterte Monika kennenlernen (das bedeutet nicht, dass Claire nicht nett wäre, sie war nur an dem Tag nicht im Laden), und haben noch mehr Lust auf nachhaltige handmade-Mode bekommen. Und eine kleine Geschenketüte wurde uns sogar auch noch gegeben, deren Inhalt ihr vielleicht schon bei Instagram gesehen habt und ansonsten zu sehen bekommt, wenn ich damit arbeite (hach mache ich das wieder spannend...;) )

Diese Tüten haben uns dann noch eine nette Anekdote eingebracht, denn als wir anschließend noch einen Kaffee trinken waren, hielt man uns mit unseren gleichen Tüten doch glatt für einen Junggesellinnenabschied! Oder lag das etwa an unserem Gegacker?....






Dienstag, 6. März 2018

Kirschrot im März

Ja, ich stricke noch - eigentlich sogar recht fleißig in letzter Zeit, da es mir in meinem Nähzimmer immer zu kalt war im Vergleich zu einem Strickplatz auf der Couch, zugedeckt bis zu den Handgelenken.
Vielleicht habe ich auch die knallige Farbe meines Strickprojektes gebraucht, um an den Frühling und Sommer denken zu können, der da naht.
Aktuell habe ich nämlich den NoFrills Sweater von PetiteKnit auf den Nadeln in knalligstem Kirschrot!


Das Garn habe ich schon zu Weihnachten bekommen, musste aber erst noch ein paar andere Projekte beenden, darunter auch was ganz geheimes, das ich euch leider erst im Herbst zeigen kann.
Aber jetzt strickt sich der Sweater, der in der deutschen Übersetzung so schön "Kein SchnickSchnack Pullover" heißt, fast von selbst, denn die Anleitung ist wirklich einfach und auf den Chiagoo- Bambusnadeln flutscht das fast von selbst.

Eigentlich war ich mit dem Körper auch schon fertig, aber bei der Anprobe fand ich ihn dann einfach zu kurz, sodass ich das Bündchen nochmal aufgemacht habe. Aber viel fehlt nicht mehr und dann kann ich mit den Ärmeln starten!
Wenn er so gut sitzt, wie ich mir das vorstelle, wird es diesen Pulli im nächsten Herbst bei mir noch in anderen Farben und eventuell auch einer anderen Garnkombination auf den Nadeln geben.

Aktuell stricke ich mit dem Originalgarn von Filcolana, nämlich einer Kombination aus Anina und Tilia. Das macht ein wunderschönes Maschenbild und fühlt sich auch toll an, wird aber doch sehr warm. Vielleicht teste ich dann mal die Lamana-Kombination, die im Maschenfeinshop bereits für den NoFrills Cardigan angeboten wird. Die Maschenprobe passt, es wird aber deutlich leichter und luftiger.


Ach und im April heißt es bei mir stricktechnisch übrigens: Blau, blau, blau! Und vielleicht ein wenig Altrosa....

Verlinkt bei Auf den Nadeln und CreaDienstag

Montag, 12. Februar 2018

Frühjahr 2018 - ein Nähplaner


Ich hatte eigentlich vor, einen Nähplaner für den Monat Februar zu machen, so ähnlich wie ich es schon im Rahmen der Aktion "Auf den Nadeln" für Strickprojekte gemacht habe.
Aber dann habe ich angefangen, meine Projekte zu sammeln und festgestellt, dass es absolut unrealistisch ist, das noch in diesem Monat fertig zu bekommen und habe den Post erweitert. Nun also mit ein paar Tagen Verspätung meine Pläne für das Frühjahr 2018 - vorausgesetzt mir grätschen nicht wieder ein paar andere schöne Projekte dazwischen...